Vereinfachte Gewinnung von Sortenhonig

Nach dem ersten Schwenk sind die allermeisten Flugbienen im mittleren Volk (Volk a). Dort wird bis zu 3 Wochen mit nachlassender Intensität an den gerade blühenden Pflanzen gesammelt. Der entstehende Honig ist also auf jeden Fall schon einmal Frühjahreshonig. Erwischen wir gerade die Zeit der Obstbaumblüte, ernten wir Obstbaumblütenhonig.  Nur Raps sollte nicht nah genug sein! Sonst ist es ev. nur Blütenhonig oder eben Frühtrachthonig. Nach drei Wochen lässt die Sammelleidenschaft hier stark nach, während in den Wirtschaftsvölkern dieser Prozess gerade anders herum stattfindet.

Deshalb erfolgt hier nun Schwenk 2 (etwa in der 2. oder 3. Maiwoche). Der hauptsächliche Nektareintrag im mittleren Volk (Volk b) erfolgt also immer noch im späten Frühling.

Nach dem 3. Schwenk wird Volk a erneut mit Flugbienen gestärkt. Wurde dieses Volk vorher abgeerntet, wird jetzt Sommerhonig eingelagert. Wurde die Ernte  gründlich durchgeführt, kann der jetzt erzeugte Honig getrost Sommertrachthonig genannt werden.

Volk a und b behalten jetzt selber ihre Trachtbienen, die nun natürlich nur noch für Sommertrachthonig sorgen können.

Die beiden Wirtschaftsvölker auf den Schwenkarmen tragen schon ab dem zeitigen Frühjahr Nektar ein. Durch den jeweiligen Verlust ihrer Trachtbienen werden sie bis zum letzten Schwenk aber nicht immer ausreichend Nektar für eine Ernte eintragen können. Danach jedoch können sie ungestört ihre Trachtbienenbestände weiter ausbauen und eine Sommertracht voll ausschöpfen. Wurde vorher nicht geerntet, haben wir es anfangs also mit einem Mischhonig zu tun, den wir dann als deutschen Honig auf den Markt bringen. Vor dem einsetzenden klebrigen Regen unter Linde, Weide, Eiche, Fichte, Tanne und und ....... sollte auch hier geerntet sein, so dass wir dann sogar sortenreinen Waldhonig im Angebot haben werden.