Betriebsweisen in den darauf folgenden Jahren

Grundsätzlich kann alles wieder so durchgeführt werden wie bisher.

Folgende Szenarien sind aber Mitte April möglich:

1. Alle Völker haben überlebt und sind stark genug, sich zu kräftigen Wirtschaftsvölkern zu entwickeln.

Die beiden mittleren Völker auf den feststehenden Traversen müssen versetzt werden und könnten den Anfang für den Einsatz eines neuen Schwenkarm-Beutenbocks bilden.

Weiter wie im ersten Jahr.

2. Die beiden mittleren Völker sind schwach.

Einfach alles so belassen, wie es ist. Mit den Schwenks werden sie wieder sehr stark.

3. Nur eines der mittleren Völker ist stark genug. Dieses wird, wie unter 1 beschrieben, versetzt.

4. Beide äußeren Wirtschaftsvölker sind schwach.

Die Standorte der mittleren Völker werden mit denen der auf den Schwenkarmen stehenden getauscht. Ein Volk verliert aber dabei seine Flugbienen, was jedoch bald wieder ausgeglichen sein dürfte.

Weiter wie im ersten Jahr.

5. Eines der äußeren Völker ist schwach.

Es wird zum Zeitpunkt des Schwenkens mit einem mittleren ausgetauscht.

   

Volksentwicklung nach dem Schwenken

Nach den Schwenks ergibt sich eine Volksentwicklung etwa mit folgendem Charakter:

Volksentwicklung
Entwicklung Volk 3 der Variante 1a

Zeitraum zwischen 2 Buchstaben beträgt 3 Wochen.

Bei a erfolgt der erste Schwenk, Volk 3 erstarkt schlagartig erheblich.

Alte Flugbienen sterben kontinuierlich bis b ab. Zwischen b und c entwickeln sich fast nur Stockbienen. Bei c erfolgt der 3. Schwenk. Jetzt verstärken die Flugbienen der beiden Nachbarvölker und die sich aus der eigenen Brut entwickelnden Arbeiterinnen die Trachtbienen erneut erheblich. Bei Volk 4 stagniert die Entstehung von Trachtbienen anfangs. Erst mit dem 2. Schwenk fliegen ihm viele Trachtbienen aus den Völkern 1 und 2 zu. Zeitversetzt um 3 Wochen ähnelt die Kurve stark der des Volks 3.  Die absterbenden Trachtbienen  werden hier jedoch immer stärker durch "heranwachsende" Sammelbienen aus dem eigenen Volk so lange ergänzt, bis nach der Sonnenwende eine Brutreduzierung erfolgt. Völker 1 und 2 haben annähernd den gleichen Verlauf. Bei ihnen entwickeln sich Trachtbienen bereits im zeitigen Frühjahr, bis durch den jeweils durchgeführten Schwenk die Anzahl der Trachtbienen gen Null geht. Da aber Brut und Arbeitsbienen in allen Entwicklungsstadien vorhanden sind, kommen täglich wieder etliche Sammelbienen dazu, so dass auch in diesen Völkern Honig eingelagert wird.

Die Fähigkeit der Bienen, Missstände auszugleichen, wurde hier nicht berücksichtigt.

Die Trachtpause zwischen b und c wird nun deutlich ausgeglichen dadurch, dass nach dem 2. Schwenk nun die Trachtbienen das Volk 4 erheblich stärken und hier überproportional viel Nektar und Pollen eintragen. Hier ist die Volksentwicklung nicht so krass wie in Volk 3, da nun während der Zeitdifferenz von drei Wochen erheblich mehr Brut auch in allen Entwicklungsstadien herangezogen werden konnte.

Fazit:

Dieses Schwenkverfahren ist durchaus ein geeignetes Vorgehen, um mit geringstem Arbeits- und Zeitaufwand und ohne hohes Fachwissen zu guten Ergebnissen zu kommen.